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Daten und Fakten:
(B.N.) Eine wahre Meisterleistung, dieses Bauwerk mitten in Kurl. Wer hat nicht schon verärgert vor der Kurler Glück auf Schranke gestanden und sich sehnlichst eine Unterführung gewünscht? Nach einer Planungszeit von nur 45 Jahren und einer Bauzeit von 2 Jahren ist am 24.03.2005 um 11:00 Uhr die Unterführung an der Kurler Strasse offiziell freigegeben worden.
Bezirksvertreter Heinz Pasterny und Stadtdirektor Klaus Fehlemann gaben den Weg frei. Pasterny dankte den Anwohnern der Baustelle, die lange Zeit Lärm und Schmutz ertragen mussten. Auch die Anwohner der Umleitungsstrecke schloss er in seine Worte ein. Als der Politiker den Husener Bürgern versprach, beim Bau ihrer Unterführung pünktlicher zu sein, konnten sich die anwesenden Bürger ein höfliches Gelächter nicht verkneifen. Stadtdirektor Klaus Fehlemann begründete die 30 monatige Bauzeit mit der Tatsache, dass hier täglich über 400 Züge verkehren und man somit unter rollendem Rad arbeiten musste, was hohe Ansprüche an Mensch und Technik stellte.
Die Planungen lagen in Frauenhänden und zwar in denen von Dipl. Ing. Susanne Schamp, Architektin und Stadtplanerin. Graffiti Sprayer sollen es angeblich schwerer haben, da die Wände mit einem Antispray Schutzmittel versehen wurden.
1996 hatte der Rat der Stadt Dortmund die Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs in Kurl beschlossen. Die Kurler Strasse (L 556) ist eine wichtige Nord - Süd Verbindung zwischen Lünen und der B 234 in Neuasseln.
Seitens der Deutschen Bundesbahn waren 33 Nachtarbeiten nötig, die so lärmintensiv waren, dass einige Anwohner die Nächte in Hotels verbringen mussten. Nur so konnten sie ein wenig Ruhe finden. Allein für das Trogbauwerk wurden 12.000 cbm Boden abgefahren, 1.500 m2 Stahlspundwände wurden eingebaut, 1400 m3 Stahlbeton wurden verarbeitet und 1100 m2 Betonpflaster verlegt.
Das Bauwerk ist 162 m lang, die Durchfahrtshöhe ist 4,50 m und die Fahrbahnbreite ist 6,50 m. Die Fuss- und Radwege sind rechts und links angelegt und höher gelegen. Sie sind 2,50 m hoch.
Die Baukosten betrugen 8,1 Mio., wovon 2,5 Mio. auf Arbeiten der Bahn entfielen.
Damit endet meine Dokumentation über die Beseitigung des Kurler Bahnüberganges.
© by Bertold Neidert
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